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16. Juli 2026 · 5 Min. Lesezeit

Geht ein Immobilienkauf auch ganz ohne Erspartes? Ja, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Was Banken erwarten und wann Sie besser warten.

Hauskauf ohne Eigenkapital: Möglichkeiten und Risiken der Vollfinanzierung

Eine Immobilie kaufen, ohne jahrelang anzusparen: Die sogenannte 100- oder sogar 110-Prozent-Finanzierung macht es möglich. Doch sie ist kein Modell für jeden.

Was bedeutet Vollfinanzierung?

Bei der 100-Prozent-Finanzierung übernimmt die Bank den kompletten Kaufpreis; die Nebenkosten tragen Sie selbst. Bei der 110-Prozent-Variante wird auch dieser Teil mitfinanziert. Der Preis dafür: deutliche Zinsaufschläge und eine längere Laufzeit.

Voraussetzungen der Banken

Ohne Eigenkapital schauen Banken umso genauer hin: ein sicheres, überdurchschnittliches Einkommen, ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, eine einwandfreie Schufa und eine werthaltige Immobilie in guter Lage sind praktisch Pflicht.

Die Risiken ehrlich betrachtet

Die höhere Rate trifft auf null Puffer: Wird die Immobilie in den ersten Jahren verkauft, übersteigt die Restschuld oft den Verkaufserlös. Eine Vollfinanzierung sollte deshalb nur wählen, wer langfristig plant und stabile Verhältnisse hat.

Unsere Einschätzung

In unserer Region können moderate Kaufpreise die Rechnung verbessern. Ein solides Objekt in Gladenbach oder Marburg ist mit weniger Kapitaleinsatz erreichbar als in Frankfurt oder Gießen. Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, was realistisch ist.