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28. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit

Eigenkapital, Zinsbindung, Tilgung und Nebenkosten: die wichtigsten Stellschrauben einer soliden Baufinanzierung, verständlich erklärt.

Finanzierung beim Hauskauf: So legen Sie das Fundament richtig

Der Kaufpreis ist nur der Anfang: Eine gute Finanzierung entscheidet darüber, ob Ihre Immobilie über Jahrzehnte ein sicheres Zuhause oder eine Belastung wird. Die gute Nachricht: Mit ein paar Grundregeln lässt sich das Fundament solide legen.

Wie viel Eigenkapital sollte es sein?

Als Faustregel gelten 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten, mindestens aber die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und ggf. Maklerprovision), die in Hessen zusammen rund 10 bis 12 Prozent ausmachen. Je mehr Eigenkapital, desto besser der Zinssatz.

Zinsbindung und Tilgung

In Zeiten schwankender Zinsen empfiehlt sich eine lange Zinsbindung von 15 oder 20 Jahren. Das schafft Planungssicherheit. Bei der Tilgung sollten Sie mit mindestens 2 Prozent starten; Sondertilgungsrechte geben Ihnen Flexibilität, wenn unerwartet Geld verfügbar ist.

Die monatliche Rate realistisch ansetzen

Kalkulieren Sie ehrlich: Nettoeinkommen minus alle Lebenshaltungskosten, minus Rücklagen für Instandhaltung (ca. 1–2 € pro m² und Monat). Die Rate sollte auch dann tragbar bleiben, wenn sich Ihre Lebenssituation ändert.

Regional denken

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf sind die Kaufpreise moderater als in den Ballungsräumen. Diesen Spielraum sollten Sie für eine höhere Tilgung oder mehr Rücklagen nutzen. Gern stellen wir den Kontakt zu unabhängigen Finanzierungsberatern aus der Region her.